Ich liebe diese Stadt!
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Mit dem Auto planlos durch Kroatien

Einfach mal die Koffer packen und drauf los fahren – ohne Ziel und ohne Plan – das wollte ich schon immer mal machen! Nachdem das neue Auto groß genug ist (Toyota Auris Kombi – für meine Größe absolut ausreichend zum Schlafen 🙂 ), wurde es nun Zeit, die beste Freundin, den Hund und die Sachen zu packen und Kroatien anders zu erleben. 

Endlich Urlaub, endlich Sommer! Doch in Kärnten lässt das Wetter zu wünschen übrig. Jeden Tag Regen und keine passenden Temperaturen für ein absolutes Sommer-Sonnen-Kind wie mich. Also habe ich wieder mal gemeinsam mit meiner besten Freundin Cnuddl beschlossen, mit Hündin Zoey im Gepäck nach Kroatien zu fahren. Wohin, ließen wir offen. So packten wir unsere Sachen, warfen die Bettwäsche in den Kofferraum und starteten Richtung Süden. Klar war nur eines: Ein Abstecher nach Malinska muss sich ausgehen!

Bereit für den Roadtrip in Kroatien
Bereit für den Roadtrip in Kroatien

Nichts für schwache Nerven

Nach drei Stunden Fahrt haben wir bereits die Insel Krk erreicht und uns überlegt, ob wir bleiben sollten. Aber unsere Neugierde nach etwas Neuem war doch größer. Also haben wir beschlossen, kurzerhand die Fähre nach Cres zu nehmen. Dort angekommen, fing das „Abenteuer“ an. So suchten wir erstmal einen Parkplatz für die Nacht. Die einzige Anforderung: Blick aufs Meer! So kurvten wir eine Zeit lang über die Insel und suchten nach dem perfekten Plätzchen. Die Stadt Cres selbst kam nicht in Frage, schließlich wollten wir es nicht zu touristisch. Unser erster Stop führte uns nach Valun, einer kleinen Stadt auf der Insel, auf der wir aber keinen geeigneten Parkplatz gefunden haben. So ging die Suche weiter. Aufgrund einer Empfehlung bogen wir dann nach Lubenice ab. Die Straße zu dieser „Stadt“ war aber mehr als ein Abenteuer. Sie ist so eng, dass gerade ein Auto durchpasst und es stehen überall Schafe. Ja, richtig, Schafe! Die ganze Insel Cres ist voll von diesen wolligen Tierchen, die den Autos nicht so gerne Platz machen :). An den Ausweichstellen geht es sich gerade aus, dass zwei Autos durchpassen. Es ist jedoch trotzdem eine ziemliche Millimeterarbeit… Also „perfekt“ für mich. Aber, es ist uns alles gut gelungen. Unterwegs fährt man durch eine „Stadt“, die so aufgebaut ist: Ortstafel, ein Haus, Ortstafelende. Laut Einheimischen ist es dort Gang und Gäbe, dass in den Städtchen nicht mehr als 20 bis 50 Personen wohnen.

Angekommen an unserem Schlafplatz in Lubenice
Angekommen an unserem Schlafplatz in Lubenice

Lubenice – Wo der Fuchs der Henne gute Nacht sagt

In Lubenice haben wir dann sofort den perfekten Parkplatz mit Blick übers Meer gefunden. Es ist nicht möglich, mit dem Auto in das Dorf zu fahren. Alle Autos müssen auf den Parkplätzen davor abgestellt werden. Zu unserer vollsten Zufriedenheit fehlte also nur noch ein gutes Abendessen, da ich doch schon etwas hangry war 🙂 Gott sei Dank gibt es dort eine kleine Taverne, die Essen und Wein in bester Qualität anbietet. Gut genährt und glücklich flanierten wir noch etwas durch das Städtchen, doch bereits nach ca. 500 Metern ist man am Ende angelangt 😀 Das idyllische Bergdorf lässt jeglichen touristischen Rummel aus und bietet puren Südstadtcharme. Also setzten wir uns auf eine Steinmauer und genossen den Ausblick und die Lichter der anderen Inseln. Die Nacht im Auto verlief dann auch sehr spannend. Damit es im Inneren nicht zu warm wird, ließen wir natürlich die Fenster offen, ist doch klar. Woran wir aber nicht gedacht haben: Mückenspray oder ein Moskitonetz. So hatten wir gefühlte 200 Gelsen im Auto, die uns durchgehend nervten und wach hielten. Noch dazu machte unsere vierbeinige Begleitung dauernd Terror, denn es passierte mehrmals, dass ein paar Schafe um das Auto spazierten und mal nachschauten, was am Parkplatz so los ist. Als wir nachschauen gingen, was der Grund für das Bellen ist, wurden wir mit einem freundlichen „määäh“ begrüßt und legten uns wieder schlafen. Etwas übermüdet starteten wir daher in den nächsten Tag… Aber jetzt wissen wir zumindest, was wir das nächste Mal anders machen müssen 😀 Damit euch nicht dieselben Fehler passieren, habe ich ein paar Packtipps für eine Übernachtung im Auto zusammengestellt 🙂

Der schönste Strand meines Lebens

Da es ja eh eine kleine Taverne in dem Örtchen gibt, machten wir uns am nächsten Morgen keine Sorgen ums Frühstück. Schließlich wird es dort schon etwas geben – dachten wir zumindest. Da ich kein Gluten Essen darf, habe ich mir meine Ration Brot zuhause eingepackt – Gott sei Dank! Denn mehr als einen Kaffee konnten uns die Besitzer leider nicht anbieten. Als wir fragten, ob es in dem Dorf so etwas wie einen Supermarkt gibt, wurden wir herzlich ausgelacht. Das war ein sehr deutliches „nein“ 😀 So machten wir uns etwas hungrig auf den Weg zum Meer. Vom Parkplatz aus gibt es einen Wanderweg, der nach zirka 40-50 Minuten Fußmarsch (abwärts) zu einem verlassenen und glasklaren Strand der Insel gelangt. Mit meiner Hündin im Gepäck ist das aber kein Problem, schließlich braucht sie sowieso ihren Spaziergang. Der Weg war angenehm, nicht zu steil und schön im Schatten. Unten angekommen traute ich meinen Augen kaum: Das Wasser war so klar, dass man auch weit draußen noch bis zum Boden sah. Die Steine sind weiß und bieten ein wunderschönes Flair. Die erste Zeit waren wir auch fast alleine dort. Fernab von den Touristenmassen genossen wir unsere vollkommene Ruhe. Bis dann die ersten Boote kamen… Wir wussten nicht, dass wir uns bei einer Grotte befanden, die ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen ist. Natürlich ließen wir uns das dann auch nicht entgehen und schwammen in das dunkle „Loch“. Ein Erlebnis der Extraklasse, kann ich nur empfehlen! Obwohl der Strand dann etwas voller wurde, trübte aber nichts die gemütliche Atmosphäre. Und was besonders super ist: Man kann den Hund einfach frei laufen lassen! Leider mussten wir den Weg auch wieder nach oben wandern und dabei überraschte uns dann ein Gewitter mit Starkregen. Aber hey, das ersparte uns die Dusche, die wir sowieso nicht hatten 🙂

Tierfreundliche Unterkunft in Malinska

Am späteren Nachmittag ging es dann mit der Fähre wieder in Richtung Krk. Schließlich haben wir uns bei unserem letzten Ausflug total in die Stadt Malinska verliebt. Auf dem Weg dort hin haben wir beschlossen, uns noch ein Apartment zu mieten. Denn etwas kultivieren unter der Dusche und ein Bett zum Ausschlafen waren dann doch ganz fein. So mieteten wir ein Zimmer in der „Villa Maria„. Es war einfach perfekt. Das Zimmer war wunderschön, sauber und gemütlich. Vom Balkon aus hatten wir auch einen wunderbaren Ausblick auf das Meer. Die Vermieterin Helga und ihre Mutter sind sehr freundlich, helfen einem gerne weiter und geben lokale Tipps.

 

Für uns war aber sowieso klar: Wir essen wieder bei Primorska Koliba! Und es war den Besuch wieder absolut Wert!! Also ich kann euch nur nochmal empfehlen dort hinzugehen, wenn ihr in Malinska seid! Es gibt kein besseres Essen, keinen besseren Wein und keine netteren und gastfreundlicheren Menschen auf dieser Insel (behaupte ich jetzt einfach mal :D). Mehr dazu erfährt ihr in unserem Beitrag über Malinska. Dieses Mal hatten wir das Privileg dort neben den tollen Besitzern des Lokals auch den Künstler Darko Matanovic kennenzulernen, der uns interessante Geschichten aus seinem Künstlerleben erzählte. Zum Abschluss bekamen wir eines seiner Kunstwerke, das uns an diese Stadt erinnern soll und unsere Freundschaft symbolisiert – danke Darko!! 🙂 Seine Werke kann man in Galerien in Valencia, Berlin und Co. betrachten.

Primorska Koliba - definitiv unser Lieblingsplatz auf der Insel!
Primorska Koliba – definitiv unser Lieblingsplatz auf der Insel!

Hundestrand auf Krk

Natürlich gibt es auf Malinska auch einen extra Strand für Hunde, der felsig und ruhig ist. Das Wasser dort ist wunderschön und klar und man hat seine Ruhe und ist nicht eingeengt zwischen Menschenmassen, wie es entlang der Promenade der Fall ist. Es sind wenige Menschen mit Hunden anzutreffen und es stört auch niemanden, wenn der eigene Hund den Liegenachbarn besuchen geht. Außerdem sieht man dort wenige Kinder auf die man mit dem Hund sonst ja besonders achten muss. Der einzige Nachteil: Es sind viele Seeigel auf den Felsen, weshalb man nicht ohne Schuhe ins Wasser gehen sollte. Egal ob abends in der Stadt oder tagsüber am Strand: Wir haben uns eindeutig in dieses Städtchen im Westen der Insel Krk verliebt und werden sicher noch oft wiederkehren. Obwohl ich mir Städte nicht gerne zweimal ansehe, ist Malinska zu einem fixen Ausflugsziel von uns Claudias (ja, Cnuddl heißt in Wirklichkeit Claudia) geworden. 🙂

Ja, der Hundestrand in Malinska sieht tatsächlich so aus :)
Ja, der Hundestrand in Malinska sieht tatsächlich so aus 🙂

 

Was sind eure Erfahrungen mit Hund in Kroatien? Wo kann man gut im Auto schlafen und problemlos mit Hunden baden? Wir freuen uns über eure Tipps! 

Claudia liebt es zu reisen und neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Außerdem ist sie passionierte Hunde- und Katzenmama, was sich aber Dank eines tollen Ehemanns super vereinbaren lässt :)

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