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Südsteiermark – Perle des grünen Herzes

Ausgezeichnete Weine, viel zu viel gutes Essen, die coolste Pension aller Zeiten und jede Menge Kamele (ja richtig, Kamele!) – das findet man alles in der Südsteiermark. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich sage, dass wir bei WUAPAA eindeutig den coolsten Job aller Zeiten haben. Unsere kulinarische Rundreise durch die Steiermark war ein voller Erfolg! 

Was gibt es Besseres als einen Arbeitgeber, der einen auch beim Bloggen und der Liebe zum Reisen unterstützt? Richtig, nichts! (#noschleim – just the truth! 😉 ) Wie Kristina bereits in ihrem Beitrag Gesäuse: Paradies für Bergkinder und Feinschmecker beschrieben hat, durften wir für unseren Arbeitgeber WUAPAA die redaktion eine kulinarische Rundreise durch die Steiermark machen. Unsere Erfahrungen präsentieren wir im Rahmen der Raiffeisen Onlinewochen der Raiffeisen Landesbank Steiermark. Also stand für uns ein Wochenende lang das Gesäuse und die Südsteimark auf unserer Liste. Unsere Mission: Kulinarische Highlights testen. Challenge accepted und mit einigen Kilos mehr auf den Hüften erfolgreich bestanden!

Italienfeeling im steirischen Süden

Ich glaube es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass ich Italien über alles liebe. Viele sagen das liegt an meinen Genen. Aber ich glaube es sind das Flair, die Kultur und die Menschen, die mich jedes Mal aufs Neue in den Bann ziehen. Und genau dieses geliebte Gefühl begleitete mich auch pausenlos in der Südsteiermark. Die schönen flachen grünen Weinberge, die lockeren Menschen, das Essen, der Wein…, – ich könnte ewig weiterschwärmen. Ich fühlte mich sofort wohl und freute mich auf den kommenden Tag, an dem wir die Gegenden erkunden konnten. Außerdem kommt meine liebste Tante und ihre ganze Familie aus der Region, das machte mich umso neugieriger 🙂

Buschenschank Bernhart – wo Qualität zuhause ist

Unser erster Stop führte uns zur Qualitätsbuschenschank Bernhart in Riegersburg. Sofort stach uns der tolle Ausblick auf die Riegersburg ins Auge. Mit dieser Kulisse macht essen gleich noch mehr Spaß, vor allem bei Sonnenuntergang. Da die Speisekarte sehr umfangreich ist, hatten wir ein bisschen Entscheidungsschwierigkeiten. Aber da wir uns beim Essen so gut wie immer einig sind, haben wir uns dann für eine gemeinsame Brettljause entschieden (wir bildeten uns nämlich ein, dass wäre weniger – FAIL 😀 ). Für Kristina mit normalem frischen Schwarzbrot, für mich glutenfrei. Nein, ich bin kein Zöli, sollte von glutenhaltigen Lebensmitteln aber die Finger lassen. (Betonung auf „sollte“, ich hab’s nicht immer so im Griff 🙂 ). Daher war ich sehr dankbar, dass sie Gebäck für mich im Angebot hatten. 🙂 Und zu einem perfekten Sonnenuntergang gehört natürlich auch ein ausgezeichneter selbstgemachter Hauswein, oder nicht? Wir können den Souvignon Blanc und für etwas süßere Geschmäcker den Holler Secco wärmstens empfehlen.

Eine deftige Brettljause für Zwischendurch
Eine deftige Brettljause für Zwischendurch

Frühstücksbuffet mit hausgemachten Spezialitäten

Wohlgenährt machten wir uns dann auf den Weg nach Deutsch Goritz zur Pension Stocker. Für den Inhaber Peter Stocker war es kein Problem, dass wir erst in der Nacht anreisten, was für unseren strengen Zeitplan sehr praktisch war. Ich muss gestehen, für diesen Preis erwarteten wir nicht so ein Zimmer. Aber wir waren mehr als beeindruckt: Frisch renoviert, großes komfortables Bett, riesen Badezimmer und eine Kochnische. Eine Wohltat nach einem anstrengenden Tag. Und die Begeisterung ging am nächsten Morgen gleich weiter, als wir das Frühstücksbuffet in Angriff nahmen. Das Joghurt mit verschiedenen Geschmacksrichtungen kommt vom Bauern aus der Region, die Eier von glücklichen Hühnern, die nebenan wohnen, die Marmeladen sind selbst gemacht und das Porridge kommt frisch aus der Küche. Eigentlich wollten wir nicht so viel frühstücken, da unsere kulinarische Rundreise gleich danach weiter ging, aber wir konnten nicht widerstehen. Auch der Besitzer Peter Stocker beeindruckte uns sehr. Er hat einen normalen 40 Stunden Job als Sales Manager bei REWE und führt nebenbei gemeinsam mit seiner Frau die Pension. Hut ab! Wenn ihr also eine super Unterkunft in der Südsteiermark sucht, ist die Pension Stocker die richtige Adresse für euch, vertraut uns 🙂

Steirische Kamelliebe

Nur wenigen Minuten von der Pension entfernt lag auch schon unser nächstes Ziel: Pechmann’s alte Ölmühle. Bereits wochenlang vor Reiseantritt habe ich schon von nichts anderem mehr geredet. Denn dort gibt es die größte Kamel- und Dromedarzucht in Österreich. Ja, ich liebe Tiere und ja, ich liebe auch Kamele. Kaum dort angekommen, bin ich schon aus dem Auto gesprungen und habe das Gehege anvisiert. Mein neuer bester Freund heißt Ali und ist ein Kamel. Ja, es war Liebe auf den ersten Blick 🙂 Ich war nur schwer von all den flauschigen Vierbeinern weg zu bekommen, aber schließlich waren wir ja dort, um die Kulinarik zu testen. Also setzten wir uns dort ins Restaurant „Mostschenke im Gewölbe“. Nach dem Vortag im Gesäuse und dem ausreichenden Frühstück hatten wir eigentlich keinen Hunger mehr, aber das ist doch kein Grund, um nichts mehr zu essen 🙂 Also bestellten wir uns gemeinsam „Ribs & Wings“, die ebenfalls ausgezeichnet geschmeckt haben (und das heißt was, wenn man satt ist 🙂 ). Nach dem ausgiebigen Essen machten wir noch einen Verdauungsspaziergang auf dem riesigen Gelände und schauten uns die Schildkröten, Lamas, Wasserbüffel, Esel, Schweine, Ziegen, usw. an. Es gibt einfach sooo viele Tiere dort, das ist das pure Paradies auf Erden. 🙂 Auch wenn es mir schwer fiel, mussten wir irgendwann leider weiter und machten uns auf den Weg nach Unterschwarza.

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Pures Geschmackserlebnis

Unsere Bäuche waren noch mehr als voll, als wir an unserem letzten Ziel Oliver kocht ankamen. Also entschieden wir uns, dort noch etwas die Gegend zu erkunden, bevor wir wieder aßen. Kristina spazierte den Radweg entlang und ich begleitete sie auf den Rollerskates. Irgendwann sahen wir aber ein, dass wir wohl kein Hungergefühl mehr entwickeln würden und begaben uns ins Restaurant. Der Gastgarten ist sehr schön hergerichtet und man fühlt sich sofort wohl. Neugierig beobachteten wir, was die Leute an den Nachbartischen bestellten, da wir uns vor lauter satt nicht entscheiden konnten, was wir essen sollten. Kristina hat sich für einen Salat und Beef Tartare entschieden und ich mich für „Einen Tag am Wasser“ (falls der Name nicht für sich spricht: es ist ein Fischgericht). Leider überraschte uns dann der Regen, so dass wir den gemütlichen Gastgarten verlassen mussten. Doch das Restaurant ist auch innen wirklich schön. Das Ambiente lässt einen sofort spüren, dass Oliver und seine Freundin Carina ihre Jobs und ihr Restaurant lieben. Natürlich waren wir aber nicht nur von der Einrichtung begeistert, sondern auch vom Essen. Wir konnten nicht aufhören zu essen, obwohl wir schon so satt waren, aber es wäre um jedes Restchen viel zu schade gewesen. Daher musste natürlich auch noch eine Nachspeise her: Schokolade und heiße Liebe (ja, wenn man nicht weiß, was das ist, klingt das sehr … ähm… nennen wir es romantisch 😀 ). Wir können Oliver kocht nur allen weiterempfehlen!

Willkommen bei Oliver kocht
Willkommen bei Oliver kocht

Ende gut, alles gut

So ging unser Wochenende mit einigen Kilos mehr auf den Hüften dem Ende zu. Wir machten uns auf den Heimweg, wo wir sehr wenig miteinander sprachen. Wir mussten uns beide darauf konzentrieren, nicht einzuschlafen und unsere Lähmung unter Kontrolle zu halten 😀 Danke Südsteiermark, es war uns eine Ehre, wir kommen wieder!

 

Claudia liebt es zu reisen und neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Außerdem ist sie passionierte Hunde- und Katzenmama, was sich aber Dank eines tollen Ehemanns super vereinbaren lässt :)